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>From: "Thomas Martinec" <[log in to unmask]>
>Subject: CFP: Familie und Identität in der deutschen Literatur
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>CALL FOR PAPERS
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>Familie und Identität in der deutschen Literatur
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>University of Oxford, 11./12. Mai 2007
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>Veranstalter:
>Sub Faculty of German, University of Oxford, in Zusammenarbeit mit dem
>Institut für Germanistik: Lehrstuhl für NDL, Universität Regensburg
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>Organisation:
>Dr. Claudia Nitschke (Oxford), Dr. Thomas Martinec (Regensburg)
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>Die Literaturwissenschaft bedient sich verschiedener Parameter, um
>gesellschaftlich konstruierte Identitäten von Figuren und AutorInnen zu
>untersuchen. Neben prominenten Faktoren wie Gender oder Nationalität zieht
>dabei in zunehmendem Maß die „Familie“ das Interesse der Forschung auf sich.
>In der Tat ist es offenkundig, daß jede Identität immer auch durch einen
>ganzen Komplex von verwandtschaftlichen Verhältnissen und Funktionen
>konstituiert wird. Dabei machen insbesondere die rasanten Veränderungen
>tradierter Familienstrukturen seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert die
>historische Dimension von familialen Verbindungen unübersehbar. Die Tagung
>möchte das Bewußtsein für die Bedeutung der Familie als Identitäts-Parameter
>in der Literatur schärfen, indem sie die vielfältigen Wechselwirkungen von
>unterschiedlichen Familien- und Identitätskonstitutionen in der deutschen
>Literatur von der Frühneuzeit bis in die Gegenwart reflektiert. Hierzu
>werden Vorschläge für Referate erbeten, die sich z. B. mit einem der
>folgenden Problemfelder auseinandersetzen:
>
>I. Familie und Individualität:
>Welche Funktion erfüllt die „Familie“ in der Herausbildung des Habitus sowie
>bei der Erfassung und Deutung der eigenen Individualität? Werden
>Rollenvorgaben formuliert, impliziert, angenommen oder abgewiesen? Inwiefern
>wird Individualität familiär konstituiert?
>
>II. Die Familie zwischen Natur und Kultur:
>Wird Familie als anthropologische Kategorie wahrgenommen oder in
>historischer Perspektive als performatives Modell dargestellt, das bestimmte
>Rollen- und Verhaltensmuster generiert? Welchen historischen Wandel erfährt
>das Konzept der Familie als Prämisse der Identitätsstiftung?
>
>III. AutorIn und Familie:
>Welchen Einfluß haben familiäre Beziehungen, in denen sich ein Autor bewegt,
>auf dessen Werk? Wie verhält sich das literarische Werk zum eigenen
>Familienleben? Werden Wege der Vereinbarung von (eigener) Familie und
>Literatur gesucht?
>
>Die Vorträge in deutscher oder englischer Sprache sollen maximal 30 Minuten
>dauern und im Anschluß (ca. 15 Minuten) diskutiert werden. Entsprechende
>Vorschläge (max. 200 Wörter) bitten wir bis zum 18. Dezember zu richten an:
>[log in to unmask]
>
>Die Publikation eines Tagungsbandes ist beabsichtigt. Die Veranstalter
>bemühen sich um einen Reisekostenzuschuß.

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The German Studies Call for Papers List
Editor: Stefani Engelstein
Assistant Editor:  Megan McKinstry
Sponsored by the University of Missouri
Info available at: http://www.missouri.edu/~graswww/resources/gerlistserv.html