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GERMAN-CFP-L  December 2005

GERMAN-CFP-L December 2005

Subject:

CFP: Männlichkeiten (2/15/06; Sammelband)

From:

Megan McKinstry <[log in to unmask]>

Reply-To:

German Studies CFP Forum <[log in to unmask]>

Date:

Mon, 19 Dec 2005 18:29:52 -0600

Content-Type:

text/plain

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text/plain (290 lines)

>
>Reply-To: Dr Michael Gratzke <[log in to unmask]>
>
>From: Dr Michael Gratzke <[log in to unmask]>
>
>Please reply to:
>
>Email: [log in to unmask]
>
>Hallo,
>
>anbei findet Ihr/finden Sie einen Call for
>Papers zu einem Sammelband zu queeren
>& heteronormativitätskritischen Perspektiven auf Männlichkeiten.
>
>Wir bitten um Weiterleiten und freuen uns auf spannende Beiträge!
>
>Mit besten Grüßen
>Robin Bauer, Volker Woltersdorff, Josch Hoenes, Joachim Bartholomae.
>----- End forwarded message -----
>
>msk - Männerschwarmskript Lange Reihe 102 20099 Hamburg
>CALL FOR PAPERS Queere & Heteronormativitätskritische Perspektiven auf
>Männlichkeiten (Arbeitstitel) Gesucht werden Beiträge zu einem Sammelband, der
>Männlichkeiten und Maskulinitäten aus queer-theoretischen und
>heteronormativitätskritischen Perspektiven thematisieren will. Der Sammelband
>wird der erste einer vom Männerschwarmskript (www.maennerschwarm.de) in
>Kooperation mit einem Herausgeberkollektiv geplanten Reihe wissenschaftlicher
>Sammel-bände Queere Perspektiven zu aktuellen Themenfeldern queerer und
>heteronormativitätskriti-scher Forschung sein. Absicht dieser Reihe ist es,
>Forschungslücken zu schließen und akade-mische, subkulturelle und politische
>Diskussionen aufzugreifen, zu initiieren,
>weiterzuentwi-ckeln und zu verbinden.
>Die Beiträge sollen daher sowohl für akademisches Fachpublikum als auch
>interessierte LeserInnen aus subkulturellen und politischen Zusammenhängen von
>Inte-resse sein. Der erste Band wird von Volker Woltersdorff, Josch Hoenes und
>Robin Bauer herausgegeben. Volker Woltersdorff,
>alias Lore Logorrhöe, studierte
>deutsche, französische und italienische Literaturwissenschaft und promovierte
>2004 zum Coming Out als Inszenierung schwuler I-dentität zwischen Auflehnung
>und Anpassung (veröffentlicht bei Campus). Er ist seit 1999 Mitarbeiter am
>Sonderforschungsbereich "Kulturen des Performativen". Seine
>Forschungs-schwerpunkte sind: Queer Theory, Cultural Studies, Marxismus und
>Ästhetik, darüber hinaus ist er queer-politisch und subkulturell aktiv. Josch
>Hoenes ist Kulturwissenschaftler und ver-ortet sich in autonomen queeren und
>feministischen Kontexten. Er ist Mitglied im Kolleg "Kulturwissenschaftliche
>Geschlechterstudien" an der Carl von Ossietzky Universität Olden-burg, wo er
>derzeit an einer Dissertation zu Visuellen Politiken in Repräsentationen von
>Transmännlichkeiten arbeitet. Schwerpunkte seiner Forschung und Lehre bilden
>Queer Theo-ry, Kulturgeschichte von Geschlechter- und Körperkonstruktionen,
>Transgen-der/Transsexualität und visuelle Repräsentationen. Robin Bauer
>studierte Chemie, Philoso-phie und Erziehungswissenschaften und arbeitet
>derzeit im Projekt "Degendering Science" an der Universität Hamburg an der
>Entwicklung eines Curriculums im Bereich der Gender & Science Studies. Er
>lehrt, forscht und ist aktivistisch engagiert im Bereich der Queer Studies &
>Politics, besonders zu nicht-monogamen Lebensweisen, Transgenderism, BDSM,
>Sex-Arbeit und Queer Science Studies. Derzeit promoviert er zu queeren
>BDSM-Praktiken und Communities in der Soziologie. Im Folgenden stellen wir aus
>unserer Sicht besonders rele-vante und interessante Forschungsfragen,
>-perspektiven und -lücken für den Band dar. Selbst-verständlich sind auch
>Beiträge zu Fragestellungen, die hier von uns keine Erwähnung finden, aber in
>das Gesamtkonzept des Bandes passen, herzlich willkommen. Da die Begriffe
>"Männ-lichkeiten" und "Maskulinitäten" innerhalb unterschiedlicher Disziplinen
>und Forschungsrich-tungen sehr uneinheitlich verwendet werden, haben wir uns
>für den Begriff der "Männlichkei-ten" entschieden. Nicht intendiert ist, damit
>Beiträge, die sich mit "Maskulinitäten" beschäfti-gen, auszuschließen. Im
>Gegenteil sind wir daran interessiert, Beiträge zusammenzustellen, die eine
>möglichst große Bandbreite im Feld der unterschiedlichen "Männlichkeiten" und
>"Maskulinitäten" abdecken. Männlichkeiten/Maskulinitäten In den Fußstapfen des
>Feminismus hat die kritische Männerforschung in den letzten Jahren "den Mann"
>wie auch Konstruktionen von Männlichkeiten und Maskulinitäten zum
>Untersu-chungsgegenstand gemacht. Es ist der Verdienst dieser Forschung,
>bestimmte Normen als spezifisch männliche zu markieren und ihnen damit den
>Anspruch, das allgemein "Menschli-
>msk - Männerschwarmskript Lange Reihe 102 20099 Hamburg
>che" zu repräsentieren, abzusprechen. Es konnte gezeigt werden, dass
>Männlichkeiten und Maskulinitäten keinesfalls ahistorische und transkulturelle
>Kategorien darstellen, sondern immer in historisch und kulturell spezifische
>Macht- und Herrschaftsverhältnisse eingebunden sind. Aus kritisch
>selbstreflexiver Perspektive wurde nicht nur die Beteiligung an patriarcha-len
>Herrschaftsverhältnissen thematisiert, sondern auch, wie auf vielfältige Weise
>heteronor-mative Normierungen die Existenzweisen von Männern prägen und diese
>mit unterschiedli-chen - z.T. widersprüchlichen - Rollen- und
>Verhaltensanforderungen konfrontieren. Was in
>weiten Teilen der Männerforschung
>jedoch ausgeblendet bleibt, ist die Frage nach Konstruk-tionsweisen von
>Sexualitäten - häufig erscheint Heterosexualität hier noch immer als
>unhin-terfragte, selbstverständlich vorausgesetzte Norm. Dagegen hat schwule
>Forschung die Ge-schichte, sowie Existenz- und Lebensweisen von Schwulen
>untersucht. Verfolgte diese zu-nächst das Ziel,
>schwule Identitäten sichtbar zu
>machen und Diskriminierungs- und Unterdrü-ckungsverhältnisse zu kritisieren,
>geriet mit dem Aufkommen queerer Theorie zunehmend die Norm der
>Heterosexualität selbst ins Blickfeld der Forschung. Die Kritik an
>Identitätspoliti-ken lenkte die Aufmerksamkeit auf die Normierungs- und
>Regulierungsverfahren mittels de-rer sich Heteronormativität durch die
>Verwerfung von Abweichendem und Widersprüchli-chem immer wieder herstellt und
>aufrechterhält. Hat queere Forschung hinsichtlich der Kri-tik heterosexueller
>Normativität und der Dekonstruktion von
>Sexualitäten wichtige Arbeit geleistet,
>so hat sie doch die Kategorie Geschlecht und insbesondere die Kategorie des
>biolo-gischen Geschlechts tendenziell vernachlässigt. Wenn hier das Thema
>Männlichkeit auftauch-te, dann hauptsächlich im
>Hinblick auf die Überschreitung
>traditioneller Männlichkeitsvor-stellungen durch
>Tunten, butches, drag kings und
>Transpersonen. Zwar gelingt es diesen
>Forschungen, sichtbar zu machen, dass auch
>Personen, die bei ihrer Geburt dem weiblichen Geschlecht zugewiesen wurden,
>Maskulinität und/oder Männlichkeit aneignen können. Was es im Rahmen dieser
>Forschungen jedoch noch zu problematisieren gilt, ist die Frage, was genau als
>Maskulinität oder Männlichkeit definiert wird. Ein Großteil der Forschungen
>scheint diese wie selbstverständlich zu erkennen und zu beschreiben, ohne die
>eigene Bezugnahme auf hegemoniale Vorstellungen von Männlichkeiten offen zu
>legen und kritisch zu befragen. Darüber hinaus
>erscheinen Männlichkeiten häufig
>noch im Singular, da sie nicht genügend kontexualisiert und in ihren
>Überschneidungen anderer Kategorien so-zialer Ungleichheit wie "Race", Klasse
>usw. analysiert werden. Dabei legt gerade die offen-sichtlich zunehmende
>Vermarktbarkeit von Männerkörpern sowie bestimmter queerer Dar-stellungen und
>Lebensweisen, die Fragen danach nahe, wie Geschlecht und Sexualität in und
>durch kapitalistische Verhältnisse normiert und reguliert wird. Und wenn im
>Zuge neolibera-ler Umstrukturierungen Flexibilisierung und "Abweichung von der
>Norm" zur Norm werden, dann gilt es zu hinterfragen, ob und unter welchen
>Bedingungen queere Praktiken widerstän-dige Potenziale besitzen und an welchen
>Stellen sie mit den Anforderungen sich wandelnder kapitalistischer Strukturen
>im Einklang stehen und diese affirmieren. Diesen Auslassungen soll mit dem
>geplanten Buch entgegengetreten werden. Gesucht werden Beiträge, die sich aus
>einer heteronormativitätskritischen Perspektive mit Konstruktion und
>Dekonstruktion von Männlichkeiten und/oder Maskulinitäten befassen: Wie wird
>heterosexu-elle Männlichkeit konstruiert und reproduziert? Wie und wo werden
>Verwerfungen produ-ziert? Wo treten Brüche hegemonialer Männlichkeiten auf? Wo
>und unter welchen Bedingun-gen gelingt es Männlichkeiten zu verque(e)ren?
>Welche politischen Perspektiven der Ver-que(e)rung von Männlichkeiten gibt es?
>Wann sprechen wir von einer Verschiebung von Normen? Wie kann man(n) der Falle
>entgehen, mit der Rede von Verschiebung
>gleichzeitig wieder die Norm als solche
>neu einzuschreiben? Da eine "intersektionale" Analyseperspektive, die die
>Verschränkungen verschiedener Kate-gorien sozialer Ungleichheit immer schon
>mitdenkt, nach wie vor die Ausnahme darstellt,
>sind Beiträge in besonderem Maße
>erwünscht, die Fragen nach Verschränkungen von Männ-lichkeiten und
>Heteronormativität mit anderen Machtrelationen, wie bspw. Rassismen, A-
>msk - Männerschwarmskript Lange Reihe 102 20099 Hamburg
>geism oder Dis-/Ability oder Fragen danach, wie
>Männlichkeiten und Sexualitäten
>in und durch kapitalistische und Arbeitsverhältnisse strukturiert werden,
>nachgehen. Auch postkolo-niale und Globalisierungs-kritische Perspektiven sind
>in diesem Sinne ausdrücklich willkom-men. Generell sollten Beiträge die eigene
>Situiertheit innerhalb komplexer gesellschaftlicher Machtverhältnisse kritisch
>reflektieren und Forschungsergebnisse kontextualisieren. Für mögliche Beiträge
>lassen sich dabei drei Gegenstandbereiche beschreiben, die eine Viel-zahl
>möglicher Frage- und Themenstellungen aufwerfen. Im Folgenden skizzieren wir
>mögli-che Forschungsfragen für diese Bereiche, die noch erweiterbar sind. 1.
>Kulturelle Praktiken Auf einer alltagsweltlichen Ebene spielen kulturelle
>Gestaltungs- und Körperpraktiken, wie sie innerhalb kultureller Institutionen,
>aber auch innerhalb subkultureller Zusammenhänge vermittelt und eingeübt
>werden, eine wichtige Rolle. Aus heteronormativitätskritischer Per-spektive
>lässt sich hinterfragen, wie Männlichkeiten mittels spezifischer Praktiken
>konstruiert werden. In den Blick genommen werden können hier einerseits
>hegemoniale Institutionen, die an der Reproduktion heteronormativer
>Vorstellungen in Bezug auf Männlichkeiten, Maskuli-nitäten und Sexualitäten
>beteiligt sind. Was bedeutet es beispielsweise,
>dass die Geschlechts-bestimmung
>bei Sportwettbewerben immer noch anhand von Gentests durchgeführt wird, obwohl
>selbst BiologInnen heute schon zugeben müssen, dass das biologische Geschlecht
>eines Menschen ein kompliziertes Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren ist?
>Wie verän-dern sich dadurch Definitionen von Männlichkeiten? In welcher Weise
>beteiligen sich bspw. Erziehungsinstitutionen oder Sportvereine an der
>Reproduktion heteronormativer Vorstellun-gen? Andererseits gilt es danach zu
>fragen, wie diese Normen in unterschiedlichen
>Subkultu-ren umgearbeitet werden.
>Inwiefern gelingt es innerhalb von Subkulturen Einsprüche in diese Ordnung zu
>formulieren und Gegenpraktiken zu entwerfen? Können bspw. queere
>Sportver-anstaltungen, wie die Gay Games, als kritische Intervention in
>Disziplinierungsverfahren der Körper betrachtet werden oder reproduzieren sie
>in erster Linie hegemoniale Vorstellungen von männlicher Körperlichkeit? Wie
>werden Beziehungsformen heterosexueller Männlichkeit innerhalb queerer
>Communities angeeignet und umgearbeitet? Wie gestalten sich bspw. schwule
>Vater- und Sohnschaften? Werden hier heteronormative Familienstrukturen
>reproduziert oder entwickeln sich neue Formen von Beziehungen und Patronagen?
>Wie lassen sich heteronormativitätskritische Ana-lysen des Verhältnisses von
>Männlichkeiten und sexualisierter bzw. häuslicher Gewalt in ver-schiedenen
>Beziehungskonstellationen formulieren? In ähnlicher Weise können sexuelle
>Praktiken und ihre Bedeutung für Konstruktionen von Männlichkeit kritisch
>hinterfragt werden. Wie gestalten sich
>Männlichkeiten innerhalb der BDSM-Szene?
>Welche Rollenmuster von Männlichkeiten werden im Spielen mit Geschlecht
>verhandelt und inwiefern wird die hegemoniale
>Vorstellung, die Männlichkeit mit
>sexueller Aktivität verbindet, durch sexuelle Praktiken (männliche Passivität,
>männlicher Sadismus, Daddy/boy-Rollenspiele)
>hier dekonstruiert und verschoben?
>Wie spiegeln sich bspw. Bilder von
>Männlichkeiten im Umgang mit Safer-Sex- bzw.
>Barebacking-Praktiken wider? Wie beeinflussen Vorstellungen von Männlichkeiten
>Arbeitsbedingungen von SexarbeiterInnen? Ein weiteres Feld der kritischen
>Analyse bilden das Aufgreifen ikonischer Typen von Männ-lichkeiten innerhalb
>queerer Communities: Wie sind bspw. (schwule) Militär-Fetisch-Gruppen,
>Drag-King-Inszenierungen und Formen "weiblicher" Männlichkeit zu
>interpretie-ren? Werden hier hegemoniale Formen
>von (weißen) Männlichkeiten und
>damit verbundene Machtansprüche reproduziert oder ermöglichen diese Praktiken
>eine kritische Auseinander-setzung und Reformulierung? Insbesondere die
>zunehmende Sichtbarkeit und Beliebtheit ver-schiedener Inszenierungen von
>Männlichkeiten innerhalb queerer Szenen lässt es notwendig erscheinen, zu
>fragen, inwiefern hier ein Begehren bzw. eine Höherbewertung von Männlich-
>msk - Männerschwarmskript Lange Reihe 102 20099 Hamburg
>keiten und damit einhergehend ein Ausschluss bzw. eine Abwertung von
>Weiblichkeiten re-produziert wird, die hegemoniale Geschlechterhierarchien
>keineswegs in Frage stellt, sondern diese eher zu affirmieren scheint.
>Inwiefern konkurrieren hier verschiedene Formen von Männlichkeiten im Sinne
>einer Logik von Männlichkeit als knapper Ressource? In diesem Zusammenhang
>stellt sich auch die Frage der Inszenierungen "männlicher" Weiblichkeiten wie
>bei der Tunte oder Drag Queen, sowie von Schönheitsidealen innerhalb queerer
>Subkultu-ren und deren potenzielle Umschreibung, wie im Phänomen der schwulen
>"Bären". 2. Repräsentationen/Medien Einen weiteren Bereich, der auf
>alltagsweltlicher Ebene eine zentrale Rolle in der Reproduk-tion normativer
>Vorstellungen spielt, bildet die Frage der
>Repräsentationen von Männlichkei-ten
>und männlicher Sexualitäten, insbesondere durch
>die Medien. Auffällig ist hier,
>dass zu-nehmend auch männliche Körper als sexualisiert und schön dargestellt
>werden. Wie sind die-ses Aufkommen von Männerkörpern in der Werbung und eine
>"neue" männliche Schönheit zu beurteilen? Deuten diese Veränderungen auf einen
>Wandel heterosexistischer Macht- und Herrschaftsverhältnisse hin oder sind sie
>als eine Vereinnahmung subkultureller Praktiken zu bewerten, die eher Zwecken
>der Normalisierung und der Stabilisierung
>heteronormativer Ver-hältnisse dient?
>Wie werden neue and alte Formen von Männlichkeiten in verschiedenen
>por-nografischen Erzeugnissen verhandelt? Und welche Repräsentationen queerer
>Kulturen sind beispielsweise in der Form von "Metrosexualität" marktfähig?
>Welche Teile queerer Existen-zen und Repräsentationen müssen weiter
>marginalisiert und unsichtbar sein, um die Bilder auch für ein heterosexuelles
>Publikum konsumierbar zu machen? Und wie verhält es sich mit dem Aufkommen
>einer Art heterosexuell-männlichen Backlashes in
>Form einer "Retrosexua-lität"?
>3. Wissenschaftliche Diskurse Neben diesen alltagsweltlichen Ebenen kommt
>wissenschaftlichen Diskursen (insbesondere der Medizin, Biologie und
>Psychologie) eine zentrale Bedeutung bei der Definition und Nor-mierung von
>Männlichkeiten zu. Für unsere Veröffentlichung wünschen wir uns Beiträge, die
>sich kritisch damit auseinander setzen, wie sich unterschiedliche
>wissenschaftliche Diszipli-nen an der Reproduktion heteronormativer
>Wissensformen von Männlichkeiten beteiligen. In welcher Weise fließen
>alltagsweltliche Vorannahmen von Geschlecht unhinterfragt in For-schungen ein?
>Wie ist bspw. der Aufschwung von Forschungen im Bereich der Neurobiologie und
>Gentechnik zu bewerten? Findet hier eine Renaturalisierung heteronormativer
>Zweige-schlechtlichkeit statt und/oder inwiefern besitzen solche Forschungen
>kritisches Potential? Wie werden Konzepte und Eigenschaften von Männlichkeit,
>die auf der Untersuchung menschlicher Verhaltensweisen beruhen, wie bspw.
>Aggressivität, in den Naturwissenschaf-ten auf
>die Pflanzen- und Tierwelt sowie
>auf unbelebte Untersuchungsgegenstände übertragen und befördern damit die
>Naturalisierung bestimmter gesellschaftlicher Vorstellungen von Männlichkeit?
>In welcher Weise tragen Definitionen von Gesundheit und Krankheit in den Life
>Sciences zu einer Pathologisierung von spezifischen nicht-heteronormativen
>Lebenswei-sen bei? Wie beteiligt sich die Medizin an der Reproduktion
>normativer Vorstellungen von Männlichkeiten (bspw. durch Operationen an
>intersexuellen Kindern)? Auch die Rolle des
>Rechts und der Rechtswissenschaften
>bei der Normierung von Geschlecht und Sexualität bspw. bei Fragen wie schwuler
>und transmännlicher Vaterschaft und dem Transsexuellenge-setz, stellt bisher
>eine Forschungslücke dar. Nachzugehen gilt es aber auch der Frage, inwie-fern
>in unterschiedlichen Disziplinen Vorstellungen von Männlichkeiten, die
>hegemoniale Diskurse prägen, schon längst nicht mehr wissenschaftlich haltbar
>sind, dieses Wissen aber (populärwissenschaftlich) nicht oder nur wenig
>rezipiert und verbreitet wird.
>msk - Männerschwarmskript Lange Reihe 102 20099 Hamburg
>Wir bitten um das Einreichen von Vorschlägen für mögliche Artikel in diesen
>skizzierten Themenfeldern in Form von Abstracts und einer kurzen Vita. Die
>Abstracts sollten maximal 3000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) lang sein.
>Einsendeschluss für die Abstracts ist der 15. Februar 2006. Die Endfassungen
>der Artikel sollen bis zum 1.August 2006 vorliegen. Der Sammelband wird
>voraussichtlich im Frühjahr 2007 erscheinen. Bitte schickt/schicken Sie die
>Abstracts an eine der folgenden Adressen:
>
>Email: [log in to unmask]
>
>
>Oder per Post an: MännerschwarmSkript Verlag
>GmbH Lange Reihe 102 20099 Hamburg
>Wir freuen uns auf spannende Vorschläge! Volker Woltersdorff, Josch Hoenes,
>Robin Bauer und Joachim Bartholomae (msk).

*******************
The German Studies Call for Papers List
Editor: Stefani Engelstein
Assistant Editor: Megan McKinstry
Sponsored by the University of Missouri
Info available at: http://www.missouri.edu/~graswww/resources/gerlistserv.html

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