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GERMAN-CFP-L  April 2005

GERMAN-CFP-L April 2005

Subject:

CFP - "Transitraum Deutsch" in Wroclaw ( 6/5/05; 10/4-6/05)

From:

Megan McKinstry <[log in to unmask]>

Reply-To:

German Studies CFP Forum <[log in to unmask]>

Date:

Fri, 15 Apr 2005 14:23:54 -0500

Content-Type:

text/plain

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text/plain (144 lines)

>
>From:         Hans-Joachim Hahn <[log in to unmask]>
>Subject: CFP - "Transitraum Deutsch" - Literatur und Kultur im 
>transnationalen Zeitalter, Wroclaw, 4.-6. Oktober 2005
>
>with apologies for cross-posting
>
>Call for Papers:
>
>„Transitraum Deutsch“ – Literatur und Kultur im transnationalen Zeitalter.
>Ein internationales literatur- und kulturwissenschaftliches Symposium,
>4.-6. Oktober 2005 in Wroc&#322;aw (Breslau)
>
>
>Mit dem Begriff des ‚Transitraums’ lassen sich zwei gegensätzliche
>Erfahrungen verbinden. Zum einen erinnert „Transit“ an die
>Ausschlusserfahrung von Exilierten, denen durch politischen Zwang die
>Existenzgrundlage an einem Ort entzogen wird. Als Titel eines Romans von
>Anna Seghers ruft „Transit“ konkret die historische Erinnerung an die
>Exilierung deutscher Staatsbürger durch den Nationalsozialismus auf, denen
>durch antisemitische und Identitätszuschreibungen, politische Verfolgung
>etc. der Ausschluss aus dem Kollektiv der „Deutschen“ aufgezwungen wurde.
>Der Begriff bezieht sich aber auch auf das in den modernen
>Kulturwissenschaften gebräuchliche Konzept eines Möglichkeitsraums, in dem
>soziale Ordnungen ihre scheinbare Festgefügtheit verlieren und die
>Individuen sich neu erfinden können. Auch die Formel vom „transnationalen
>Zeitalter“, die einen vagen Gegenwartsbezug konstituiert, ist kaum weniger
>ambivalent; bedeuten die sich vor dem Hintergrund von Globalisierung und
>EU-Osterweiterung vollziehenden Veränderungen von Staatsverfassungen und
>Nationsvorstellungen doch offenkundig kaum eine allgemeine Überwindung
>nationaler Identitätskonstruktionen. Vielmehr scheinen gerade diese globalen
>Entwicklungen neue Herrschaftsverhältnisse hervorzubringen und auch
>vielfältige Nationalismen zu mobilisieren.
>
>Gegenstand der Tagung ist das literarische und kulturelle Schaffen von
>deutschsprachigen Autoren, deren Muttersprache nicht die deutsche ist. Des
>Weiteren beschäftigt sich die Tagung aber auch mit den kulturellen
>Rahmenbedingungen in den gegenwärtigen deutschsprachigen Gesellschaften, in
>denen diese Literatur und Kultur entstehen. Im „transnationalen Zeitalter“
>lässt sich das Schaffen vieler Autoren nicht mit dem Begriff einer
>„Nationalkultur“ beschreiben. Dennoch geht die Tagung davon aus, dass eine
>Deckung von Territorium, Kultur, Sprache und Identität, wie sie das 19.
>Jahrhundert zur Konstruktion neuer Nationalstaaten hervorbrachte, zwar durch
>die Realität der Einwanderungsgesellschaft de facto überholt wurde,
>allerdings nach wie vor virulent blieb, wie es z.B. Debatten um eine
>„deutsche Leitkultur“ belegen. In der Erfahrung einer zunehmenden Migration
>während den letzten etwa 40 Jahren liegt eine Differenz zum gegenwärtigen
>Polen, wo die Tagung stattfindet. Mit den Migranten kamen
>Bevölkerungsgruppen in die deutschsprachigen Länder, deren Biographien und
>familiäre Bindungen sich zwischen mehreren Ländern, Kulturen und Sprachen
>realisieren.  Entsprechend tauchen in der aktuellen deutschsprachigen
>Literatur Erzählstrategien auf, die auf ein Infragestellen klarer und
>eindeutiger Identitätsmuster abzielen. Das Leben in Zwischenräumen,
>„hybride“ Identitäten, der spielerische Umgang mit Identitätszuschreibungen,
>aber auch das Sichzurwehrsetzen gegen diskriminierende Identitätszumutungen
>können als zentrale Themen angesehen werden. Nicht das Festschreiben von
>eindeutigen Selbstbildern kommt darin zum Ausdruck, sondern ein Aufzeigen
>der Konstruiertheit und Brüchigkeit von diesen.
>
>Erbeten sind Vorträge zu allen Aspekten des Themas, einschließlich
>historischer Perspektivierungen. Dabei ist an vier miteinander verflochtene
>Themenblöcke gedacht. Die jeweiligen Aufzählungen verstehen sich als
>Anregungen:
>
>1. Kultur und Literatur zwischen Nationalstaat und transnationalen
>Erfahrungsräumen
>-       Theoretisierungen; Begriffsklärungen (transnational, 
>transdeutsch etc.)
>-       Analysen des Kulturbetriebs
>-       Diskursanalytische Untersuchungen zur Begriffsgeschichte von
>‚Multikulturalität’ etc.
>-       historische und politische Rahmung des Phänomens „Migration“
>
>2. Die ‚kleinen Literaturen’ um 1900 – Präzedenzfall einer ‚transnationalen
>Perspektive’?
>-       zu einzelnen Autoren (Franz Kafka, Joseph Roth, Elias Canetti u. a.)
>-       die Bukowina-Literatur (Rose Ausländer, Paul Celan u. a.)
>-       weitere…
>
>3. Deutsch-türkische Literatur und Kultur, „junge jüdische Literatur“
>(Nolden), Afrodeutsche – Fremd- und Selbstzuschreibungen
>-       Geschichte und kulturpolitisches Programm von Kanak Attak
>-       deutsch-türkische Zeitungen, Verlagswesen etc.
>-       Bi- und Multikulturalität und deren kulturelle Etablierung
>-       Darstellungen deutsch-türkischer Identitäten; 
>deutsch-türkische Bands, Hip
>Hop
>-       CyberNomads, die Initiative Schwarze Deutsche u. a.
>-       das ‚Phänomen’ Wladimir Kaminer
>
>4. Deutschsprachige AutorInnen und KünstlerInnen aus Mittel- und Osteuropa
>-       Marica Bodroži&#263;, Radek Knapp etc.
>
>Insbesondere Literatur-, Sozial- und KulturwissenschaftlerInnen sind
>ausdrücklich aufgefordert, sich an der Tagung zu beteiligen. Die Tagung ist
>konzipiert als eine Zusammenarbeit des Edith-Stein-Hauses, Breslau, des
>Germanistischen Instituts der Universität Wroc&#322;aw sowie des
>Gerhart-Hauptmann-Hauses in Jagni&#261;tków (Agnetendorf). Gefördert wird
>die Veranstaltung von der Robert Bosch Stiftung und dem Auswärtigen Amt der
>Bundesrepublik Deutschland. Das kulturelle Rahmenprogramm wird in
>Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut Krakau durchgeführt. Die Veranstalter
>übernehmen für Vortragende die Unterkunfts- und Verpflegungskosten in
>Breslau sowie die Reisekosten bis zu einer Höhe von * 130. Es wird ein
>Teilnahmebeitrag in Höhe von * 25 erhoben.
>
>Kurze Abstracts mit einer Länge von maximal 400 Wörtern erbitten wir bis zum
>15. Juni 2005. Rückmeldungen erhalten Sie bis zum 15. Juli 2005. Ihren
>Vorschlag richten Sie bitte gleichzeitig an die beiden angegebenen
>E-Mail-Adressen:
>
>
>Jens Adam               [log in to unmask] 
>Hans-Joachim Hahn       [log in to unmask]
>
>
>
>Jens Adam
>Leiter der Programmabteilung
>Edith-Stein-Haus
>Dom Edyty Stein
>ul. Nowowiejska 38
>Pl-50-315 Wroc&#322;aw
>www.edytastein.org.pl
>
>Hans-Joachim Hahn
>Leiter des Zentrums für Begegnung, Austausch und Forschung
>Gerhart-Hauptmann-Haus
>Dom Gerharta Hauptmanna
>ul. Micha&#322;owicka 32
>Pl-58-750 Jelenia Góra
>www.dom-gerharta-hauptmanna.pl
>
>
>--
>+++ NEU: GMX DSL_Flatrate! Schon ab 14,99 EUR/Monat! +++
>
>GMX Garantie: Surfen ohne Tempo-Limit! http://www.gmx.net/de/go/dsl

*******************
The German Studies Call for Papers List
Editor: Stefani Engelstein
Assistant Editor:  Meghan McKinstry
Sponsored by the University of Missouri
Info available at: http://www.missouri.edu/~graswww/resources/gerlistserv.html

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