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GERMAN-CFP-L  April 2004

GERMAN-CFP-L April 2004

Subject:

CFP: Maennlichkeit und Frieden, Weiblichkeit und Krieg - Kassel 05/04

From:

Karen Eng <[log in to unmask]>

Reply-To:

German Studies CFP Forum <[log in to unmask]>

Date:

Wed, 21 Apr 2004 17:27:03 -0500

Content-Type:

text/plain

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text/plain (115 lines)

>
>
>Redaktionteam der Ariadne - Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte
>15.05.2004, Archiv der deutschen Frauenbewegung, Kassel
>Deadline: 15.05.2004
>
>Call for Papers
>Arbeitstitel: Jenseits des »natürlichen« Geschlechts? – Männlichkeit und
>Frieden, Weiblichkeit und Krieg
>
>Die Ariadne – Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte möchte sich
>in ihrem Heft Nummer 47 mit den Vorstellungen von Krieg und Frieden und
>deren Zuschreibungen zu Männern, respektive Männlichkeit und Frauen,
>respektive Weiblichkeit beschäftigen.
>1985 hat Margarethe Mitscherlich mit der These der Friedfertigkeit der
>Frau für Aufsehen gesorgt. Diese These ist nicht unwidersprochen
>geblieben und kann heute als überholt gelten. Diese These verweist
>jedoch auf ein recht breites Allgemeinverständnis, das darin gipfelt,
>den Frieden zur Sache der Frauen und den Krieg zur Sache der Männer zu
>machen. Diesem Bild liegen tatsächliche Erfahrungen zugrunde, die bis
>heute für fast alle Gesellschaften gelten: Männer ziehen in den Krieg
>und Frauen bleiben als zu ›verteidigende Objekte im bedrohten Vaterland-
>zurück. Wird dieses Bild spätestens mit den ›totalen- Kriegen der
>Vergangenheit – die auch in das Territorium der Heimat eingriffen –
>brüchig, so zeigt sich aber trotz der realen Unschärfen eine
>erstaunliche Kontinuität der auch in Friedenszeiten wirkenden
>Geschlechterbilder. So zeigten sich nicht nur im Ersten und Zweiten
>Weltkrieg eine Maskulinisierung des Soldatenbildes ebenso, wie der immer
>wieder zu beobachtende Versuch, nach einer kriegerischen
>Auseinandersetzung die Frau, die während des Krieges an der Heimatfront
>»ihren Mann stehen« mußte, wieder zu feminisieren – zum Beispiel durch
>das Zurückdrängen aus außerhäusiger Berufstätigkeit.
>Was passiert aber mit den geschlechtlichen Zuschreibungen von Krieg und
>Frieden, wenn man sich die Seite der Männer und die der Frauen genauer
>ansieht. Welche geschlechtlichen Zuschreibungen finden pazifistische
>Männer für sich, bzw. welche werden für sie gefunden und wie stützen
>Frauen ihren weiblichen Einsatz für den Krieg argumentativ ab? Werden
>die bipolaren geschlechtlichen Zuschreibungen der Gesellschaft durch die
>Wendungen der Männer zum Frieden und der Frauen zum Krieg brüchig oder
>verweisen sie nach wie vor auf ein dualistisches
>Geschlechtsrollenkonzept?
>Zur Orientierung möchten wir einige Themen nennen, die für das Heft
>interessant sein könnten:
>
>- Frauen, die als Männer verkleidet in den Krieg zogen um daran aktiv
>teilzunehmen.
>- Die Dienstpflichtdebatte innerhalb der deutschen Frauenbewegung
>während des Deutschen Kaiserreiches und die Debatte bzw. die
>Durchführung der Reichsarbeitspflicht im Nationalsozialismus.
>- Die Debatten der Frauenbewegungen um den Kriegseinsatz von Frauen.
>- Die aktive Unterstützung des Krieges von Frauen an der Heimatfront.
>- Wehrmachtshelferinnen bzw. Kriegsdienstmaiden im Zweiten Weltkrieg.
>- Nationale Frauenverbände und ihre Aktionen für den Krieg.
>- Die Arbeiterinnenbewegung und ihre Bereitschaft den Krieg
>mitzutragen.
>- Der Umgang mit geschlechtlichen Zuschreibungen durch die neue
>Friedensbewegung nach 1945 z. B. die Ostermarschbewegung, die
>Westdeutsche Frauenfriedensbewegung etc..
>- Frieden als Geschlechterfrage am Beispiel des Friedensnobelpreises und
>des alternativen Friedensnobelpreises
>- Albert Einstein und der Bund Neues Vaterland.
>- Die männlichen Gründer der Deutschen Friedensgesellschaft und ihre
>Geschlechterbilder.
>- Die »Friedenspfarrer« und ihr Geschlechterbild : z.B. Otto Umfrid.
>- Das Geschlechterbild von Friedensforschern, z.B. Johan Galtung.
>- Selbstbilder von Deserteuren bzw. Kriegs(dienst)verweigerern (hier
>z.B. auch die Gruppe von Männern, die versuchten durch
>Selbstverstümmelung dem Krieg oder dem Kriegsdienst zu entgehen).
>
>Ein biografischer Ansatz, bei dem eine Person, ihr Handeln, Denken und
>die Reaktionen des Umfelds in den Mittelpunkt der jeweiligen Aufsätze
>gestellt werden ist ebenso möglich, wie ein Artikel zu einem bestimmten
>Themenkomplex. Auch Textproduktionen (z.B. »Die Katrin wird Soldat« von
>Adrienne Thomas oder Texte von Carl von Ossietzky oder Arnold Zweig)
>können im Zentrum eines Artikels stehen.
>
>Dem redaktionellen Zuschnitt der Ariadne folgend, möchten wir unseren
>inhaltlichen Schwerpunkt von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die
>Mitte des 20. Jahrhunderts legen – einige Ausblicksartikel, die die
>Situation heute beschreiben sind aber möglich. Besonderes Interesse
>haben wir an Artikeln, die die Verbindung der oben angesprochenen
>Fragestellungen mit der Geschichte der Frauenbewegungen nachzeichnen.
>
>Die einzelnen Beiträge sollen einen Umfang von ca. 26.000 bis 35.000
>Zeichen, d.h. ca. 9-12 Manuskriptseiten haben. Redaktionsschluss wird
>der 1.12.2004 sein. Wenn Sie Interesse an der Abfassung eines Artikels
>haben, reichen Sie uns bitte bis zum 15.5.2004 ein aussagekräftiges
>Exposé (1-1½ Seiten) ein. Anhand der eingehenden Exposés wird über den
>Zuschnitt des Heftes entschieden. Bitte reichen Sie auch Aufsatzideen
>ein, die am Rande des Themas liegen. Da sich der Schwerpunkt des Heftes
>immer noch leicht verschiebt, finden auch solche Themen das Interesse
>der Redaktion.
>Sie können sich auch gerne direkt mit uns in Verbindung setzen, wir
>stehen Ihnen für weitere Informationen jeder Zeit zur Verfügung.
>
>Redaktionsteam:
>Ute Kätzel, Historikerin und Autorin, Berlin.
>Dr. Kerstin Wolff, Archiv der deutschen Frauenbewegung, Kassel.
>
>Ansprechpartnerin: Dr. Kerstin Wolff, Archiv der deutschen
>Frauenbewegung, Kassel.
>
>Bitte richten Sie ihre Anfragen sowie ihr Exposé (bis zum 15.5.2004) an
>ff. Mail-Adresse:
>[log in to unmask]
>

--

*******************
The German Studies Call for Papers List
Editor: Stefani Engelstein
Assistant Editor:  Karen Eng
Sponsored by the University of Missouri
Info available at: http://www.missouri.edu/~graswww/resources/gerlistserv.html

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